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„Meine Aeltern“, erklärte Karl, als er Adelinens fragendem Blicke begegnete.
Adeline ſchien während dieſer harmloſen Umſchau im Zimmer ihre Gedanken zu ſammeln; ihr Schweigen ver⸗ rieth einen ernſtern Hintergrund. Endlich fragte ſie wie im Tone leiſen Vorwurfs:
„Haben Sie ſchon an die Zukunft gedacht? Ich meine, an Ihre eigene Zukunft, Karl.“ 3
„Welcher Mann dächte nicht an die Zukunft!“ gab Karl ſanft zur Antwort.
„Wollen Sie Ihre Zukunft unter den gleichen Ver⸗ hältniſſen, die Sie gegenwärtig umgeben, ſeit Jahren umgeben, ruhig erwarten? Wollen Sie fortfahren, Ihr Wirken in Dunkel zu hüllen, Ihr edles, von hoher Begabung unterſtütztes Streben ohne die Sanction des Geſetzes zu laſſen? Wollen Sie immer mit Ihrer Kunſt gleichſam in wilder Ehe leben und ſie den Eingriffen der profanen Behörde, der Bosheit neidiſcher Nebenbuhler preisgeben?“
„Nein“, antwortete Karl, und um ſeinen Mund war ein überlegenes Lächeln zu bemerken.
„Haben Sie einen beſtimmten Plan entworfen?“
„Der Plan iſt fertig; es iſt ein Reiſeplan.“
Adeline ſchien angenehm überraſcht.„Ein Reiſeplan in dem Sinne Ihres aufopfernden Freundes, des Medicinal⸗ raths?“ fragte ſie.


