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Die Frau Kaſſenrendantin, die dem Söhnchen nur beſchränkte Markt⸗ und Handelsfreiheit geſtattete, warf einen Blick des Mißfallens auf die Bude und dann auch einen auf das fremde Kind, ſodaß dieſes bewogen wurde, ängſtlich herauszukriechen und Arthur zu bitten, von ſei⸗ nem rechtmäßigen Eigenthum ſelbſt wieder Beſitz zu nehmen.
Dadurch fand die Frau Kaſſenrendantin Gelegenheit, Roſa's Kleidung zu muſtern; ſie war einfach, ließ aber auf ſehr anſtändige Verhältniſſe ſchließen; das Kind war ſauber und rein gehalten und— worauf die Frau Kaſ⸗ ſenrendantin vor allem ſah— ſelbſt hinter den Ohren
4 kein Schmuzflecken zu entdecken. Während dieſer Exa⸗ S mination hatte Arthur's Mutter der Kleinen nicht nur alle die Fragen vorgelegt, die ſich die Kinder bereits vor⸗ her beantwortet hatten, ſondern dabei auch noch Zeit ge⸗ funden, die Puppe von allen Seiten zu betrachten und ihren Werth zu taxiren. Unter ſolchen Umſtänden ermunterte ſie die Kleine, 4 nur ruhig wieder in die Bude zurückzukehren und es
ſich darin gefallen zu laſſen. In demſelben Augenblicke aber hörte man durch das geöffnete Fenſter von der an⸗ dern Seite der Straße herüber den Ruf:„Roſa!“
„Meine Mutter ruft!“ ſagte Roſa, an das Fenſter eilend.„Ich muß jetzt fort.“


