Teil eines Werkes 
3. Bd. (1828)
Entstehung
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Zeefa konnte bei einem ſolchen Grade von beißer Liebe nicht ungeruͤhrt bleiben, ſie ſchwieg; als aber der Nuwab immer dringender und herzli⸗

cher bat, da verſprach ſie endlich, zu Surat zu bleiben, und ſeine Braut zu werden, unter

der Bedingung, daß er ihr eine Zeit von ſechs Monaten bewillige, nur um ihren Ge⸗

liebten Humza zu trauern. Es iſt unmdglich, das Entzuͤcken des Nuwabs zu ſchildern, mit freu⸗ deſtrahlen dem Auge willigte er in die verlangte eit.

Jezt blieb nichts mehr zu thun uͤbrig, als den Geſandten den Entſchluß Zeefa's aus ih⸗ rem eigenen Munde vernehmen zu laſſen. An einem feſtgeſezten Tage fuͤhrte ihn der Nuwab zu der Jungfrau, die mit reizender Beſchei⸗ denheit erklaͤrte, daß ihr die Aufmerkſamkeit des Nuwab unvergeßlich ſey, und daß ſie, ſeit das Schickſal zwiſchen ihre Verbindung mit ihrem er⸗ ſten Geliebten getreten ſey, ein ſolches Zutrauen zu dem Nuwab habe, daß ſie kein Bedenken trage, ſich unter ſeine Leitung und ſeinen Schutz zu begeben. Der Geſandte benuzte jezt die Ge⸗ legenheit, ſeine Freude uͤber das Ereigniß aus⸗ zudruͤcken, und die Vorzuͤge des Mannes, in deſ⸗ ſen Hand ſie ihr Schickſal legen wollte, zu er⸗ heben. Hierauf nahm der Geſandte Abſchied, nachdem er von Zeefa den Auftrag erhalten hatte, dem Nadir Shah in ihrem Namen fuͤr den thaͤ⸗

tigen Antheil, den er an ihrer Wobhlfahrt ge⸗

nommen habe, zu danken. Das Schiff lag be⸗ reit, und der einſt uͤbermuͤthige, jezt demuͤtbige Zekey Khan, folgte gefeſſelt dem Geſandten, be⸗