Teil eines Werkes 
3. Bd. (1828)
Entstehung
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Das Erſte, was der Nuwab nun that, war, daß er nach einem der reichſten und angeſehen⸗ ſten Perſonen in der Stadt ſchickte, um ihn mit Depeſchen, die mit der groͤßten Sorgfalt und Genauigkeit ausgefertigt wurden, an den perſiſchen Hof zu ſchicken, woher er ſo ſchnell als moͤglich zuruͤckkehren ſollte. In der Zwi⸗ ſchenzeit brachte der Nuwab der armen Zeefa allmaͤhlig die Nachricht von dem Tode Hum⸗ za's beiz wobei er jedoch die Art ſeines Todes, wie man ſie vermuthete, verſchwieg. Zeefa wußte ſich zuerſt nicht zu faſſen, und als die Macht ihres Schmerzes ſich ein wenig gelegt hatte, ver⸗ ſank ſie in eine Schwermuth, aus der ſie nichts wieder aufzurichten vermochte..

Indeß blieb zu Surat alles ruhig. Der Nuwab war niedergeſchlagen, aber nicht finſter, waͤhrend Zeefa, Nachrichten aus Perſien erwar⸗

tend, ſich gaͤnzlich zuruͤckzog und abgeſchloſſen

lebte, bald Beſorgniſſen ſich hingebend, bald der freudigen Hoffnung auf die Ankunft eines gluͤck⸗ lichen Boten, der ihr die Nachricht bringen werde, daß ihr Geliebter noch lebe, ja viel⸗ leicht, daß er auf dem Wege ſey, ſie abzuho⸗ len. Sie unterlag dieſem beſtaͤndigen Wechſel von Verzweiflung und Hoffnung, ihre Geſund⸗ heit wankte, und mit tiefem Schmerz ſah der Nuwab die Roſen auf ihren ſchoͤnen Wangen nach und nach verwelken. Der ganze Palaſt hatte ein trauriges, duͤſteres Ausſehen; man haͤtte glauben moͤge, es gelte jeder, der lache, als Verraͤther, ſo feierlich waren alle Geſichter ſei⸗