Teil eines Werkes 
2. Bd. (1828)
Entstehung
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terſuchte nun mit der aͤußerſten Sorgfalt die rechte Seite des ſteinernen Behältniſſes, und entdeckte eine Höhlung, in welchem an einem Nagel ein kleiner Schlüſſel von wunderlicher Arbeit hing, den er mit der gierigſten Haſt ergriff. Ismael zweifelte nicht, daß trotz aller ſeiner Eile Goſein's Freund vor ihm angekommen ſey, und ſich des Käſichens verſichert habe, doch regte ſich in ihm die leiſe Hoffuung, daß es einſt doch noch fein werden würde.

Ismael kehrte, in ſeinen Planen getänſcht, zu fei⸗ nem5Bohte zurück, und befahl den Schiffern, nach Bombay zu rudern, wo der Inde wohlbehalten ankam. Sein Weib hatte mit Unruhe ſeine Aukunft erwartet, und als ſie ſeinen wilden Blick und ſeine verworrene Miene bemerkte, erſchrack ſie, denn ſie glaubte, er fey in ſeinen Speculationen nicht Alücklic geweſen, oder auf dem Heimwege beraubt worden. Jemael verſicherte ihr, es ſey alles gut gegangen, gab⸗ hur von der Reiſe ſehr eermüdet zu ſeyn(was auch wahr ſeyn mochte), und befahl ihr, ſein Lager zu bereiten und ihm ſogleich eine Taſſe Kaſſee zu machen. Arger und Verdruß über ſeine fehlgeſchlagene Hoffnung, verbannte allen Schlaf von ſcinen Augen, und bald ſtellten ſich die Symptome eines hitzigen Fiebers ein; er nahm ein Schlafmittel, das jedoch, anſtatt ſein geqnältes Gehirn zur Ruhe zu bringen, gerade das Gegentheil bewirkte; er fing an, zu phantaſiren, und ſein Zuſtand grenzte beinahe an Wahnſinn. Ein anderer Jude, der als Arzt berufen wurde, gab dem armen Ismael eine Arznei ein, und dann noch eine andere, aber beide ohne Erfolg. Der Wahnſinn des Kranken wuchs; ſeine Einbildungskraft ſchien bei einer ſchrecklichen Scene zu verweilen, von der er, wie man vermuthete, auf einen Reiſen Zeuge geweſen war; er ſprach von dem