Teil eines Werkes 
2. Bd. (1828)
Entstehung
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ſen eingeſchloſſen waren, den Berg hinaufſtieg, bis er

die Höhle erreichte. Da er ſo eben von Carli kam, ſo machte dieſe Höhle keinen ſo großen Eindruck auf ihn, als es ſonſt geſchehen wäre. Es kam ihm zu⸗ erſt alles finſter vor, nach und nach aber gewöhnte er ſich an die Dunkelheit, und trat in die ungeheure Kammer, deren Eingang beinahe 60 Fuß weit und eben ſo lang war, und volle 20 Fuß hoch iſt. Das Ganze fand er von maſſiven, ans harten Felſeu ge⸗ hauenen Säulen getragen. Angſtlich ſuchte ſein Ange die vierte Säule linker Hand; aber ehe er es wagte, ſich zu nahen, ſtaud er in ſtummer Bewunderung ale les deſſen, was er ſah. Gigantiſche Figuren ſtanden oder lehuten rund umher; und im Mittelpuukt des hinterſten, dem Eingang entgegengeſetzten Theiles der Höhle, entdeckte er den dreigeſtaltigen Gott der Hin⸗ du's, Brama, Vishnu und Seva. Der Jude war auſſer ſich vor Verwunderung, wie dieſe Werke hat⸗ ten vollbracht werden können; denn zu eiuer ſolchen Arbeit, meinte er, ſeyen 40, 696 Menſchen, und 40 Jahre kaum hinreichend.

Nachdem er ſich ſorgfältig umgeſehen und ſich über⸗ zeugt hatte, daß er allein ſey, näherte er ſich der vierten Säule, an deren Fußgeſtell er einen ſchmalen Quaderſtein entdeckte; Mit Mühe ſchaffte er ihn weg, und ſuchte nun mit der Hand nach dem eiſernen Käſt⸗ chen. Aber wie groß war ſein Arger und Verdruß, als er fand, daß es weg ſey. Er wollte ſich von der traurigen Wahrheit durchaus nicht überzeugen; noch einmal ſteckte er ſeine Hand hinein, fühlte rechts und links, aber er konnte nichts eutdecken. Voll Verzweiflung wollte er eben die Stelle wieder zude⸗ cken, als ihm die Worte des ſterbenden Goſein's, die er an ihn geſprochen hatte, wieder einfielen, er un⸗