nazzi, hielt ſich nach ſeines Vaters Tod in Frankreich auf; und bekannter unter dem Namen Carlin, ward er einer der beſten(Poſſenreißer) Komiker des italie⸗ niſchen Luſtſpiels.— Den Briefwechſel dieſer beiden Maͤnner ubergeben wir hiemit dem Publikum.
Zum beſſeren Verſtaͤndniſſe des Leſers muß man in Erinnerung bringen, daß dieß derſelbe Clemens XIV., der Vorgaͤnger Yius VI. war, welcher im Jahr 1773, auf⸗ gefordert von allen europaͤiſchen Fuͤrſten, die zum Bour⸗ boniſchen Hauſe gehoͤrten, die Aufloͤlung der Jeſniten
ausſprach, und nachher von denſelben vergiftet ward.
Theatraliſche Kreuz⸗ und Querzüge,
Abenteuer, Liebſchaften und Bekenntniſſe einer reiſenden Komoͤdianten⸗Bande.
oder 4 Ein fatyriſcheomjſiter Roman. Von L. G a l. l o i 3.
3 Thle. 8. 2 Rth. oder 3 fl. 30 kr.
Wer bei der Betrachtung der großartigſten Erſchei⸗ nungen des Lebens zu verweilen gewohnt iſt, wird ebenſowohl, als der, deſſen Lektuͤre angenehme Erho⸗ lung zum Zweck hat, ſolcher Momente ſich bewußt ſeyn, in denen er das nach außen gerichrete, einen unaufhoͤrlichen Wechſel herbeifuͤhrende Treiben lebens⸗ luſtiger Perſonen zu vernehmen wuͤnſcht. Einen ſol⸗ chen Genuß gewaͤhren die theatraliſchen Kreuz⸗ und Querzuͤge. Die abenteunerlichen Virtuoſen, durch das erfinderiſche Genie eines ehemaligen Theaterdirektors von Venedig, in eine Geſellſchaft vereint, und zu ei⸗ nem fernen Ziele von ihm angefuͤhrt, treten in ſol⸗ cher natuͤrlichen Lebendigkeit auf und ſtellen, es mag jeder ſeine eigene Geſchichte erzaͤhlen, oder wir moͤ⸗ gen ſie gemeinſchaftlich ihre ebenſo uͤberraſchende, als wahrſcheinliche Abenteuer beſtehen ſehen,— in beſtimmt gehaltenen, nach dem Leben gezeichneten Cha⸗


