reſſante Bekenntniſſe und Begebenbheiten erzaͤhlt, als
jener berühmte Abenteurer; dieſe Begebenheiten ſind
aber um ſo intereſſanter, da olche in unſerer Zeit durchlebt, und namentlich die Helden der Revolution und des franzoͤſiſchen Faiſerreichs keine unbedeutende Rolle darin ſpielen. Männer wie Moreau, Ney, Grouchy, Talma, Talleyrand, und viele Fuͤrſten und Diplomatiker, deren Namen man aus dem Werke ſelbſt kennen lernen mag, chmachteten in den Feſſeln die⸗ ſer weiblichen Caſanova, welche mit Anmuth und voll Zauber ihre Verirrungen und Fehler der Welt erzäͤhlt. Neben einer unterhaltenden Lectuͤre hat das Werk noch das Empfehlenswerthe, daß es manche neue Anekdoten und Begebenhriten aus den lezten dreißig Jahren mittheilt und deßwegen auch als geſchichtlicher Beitrag nicht ohne Intereſſe iſt.
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Der Papſt und der Harlekin,
. oder Briefwechſel Clemens XIV. mit Carl Bertinazzi. Aus dem Franzöſiſchen. 8. 1 Rth. 12 gG. oder 2 fl. 42 kr.
Im J. 1720 befanden ſich in einem Kloſter in Rimini zwei Knaben, die ſich zu inniger Freundſchaft verbanden. Der eine war der Sohn eines Landmanns aus der Ge⸗ gend von St. Angelo in Vado; der andere das Kind ei⸗ nes Domainenverwalters des Koͤnigs von Sardinien. Dieſe zwei Zoͤglinge gaben ſich gegenſeitig das Verſpre⸗ chen, niemals, was auch immer fuͤr ein Schickſal den einen oder den andern treffen wuͤrde, mehr denn zwei Jahre voruͤbergehen zu laſſen, ohne ſich gegenſeitig zu ſchreiben oder zu beſuchen. Und beide haben Wort gehalten.
Der eine von dieſen Knaben, Namens Lorenz Ganganelli, wurde Profeſſor der Philoſophie in Pe⸗ laro, Franziskaner Moͤnch,(oͤſfentlicher) Lehrer, geiſtli⸗ cher Rath, ſofort Cardinal, und zulezt, unter dem Na⸗ men Clemens XIV., Papſt. Der andere, Carl Berti⸗


