Teil eines Werkes 
1. Bd. (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

155

Amt eines Deewan bekleidet, durch deſſen un⸗ ermuͤdliche Aufmerkſamkeit auf die Geſchaͤfte aber Moye⸗ed⸗din faſt nur eine leere Zahl in dem Durbar war; auck haͤtte er ſein Amt laͤngſt niedergelegt, haͤtte er nicht die baldige Nachfolge Jelal⸗ed⸗ deens gehofft, von deſſen Laͤſſigkeit er erwartete, daß ſie ihm den Weg zu Reich⸗ thum und Wuͤrde bahnen werde. Dieſer Mann war es, der Jelal⸗ed⸗deen beredete, durch ein zahlreiches und wohl angelegtes Serail ſich ei⸗ nen maͤchtigen Namen zu erwerben; weil er hoffte, ſein Herr werde, bezaubert durch die Ge⸗ ſellſchaft dieſer Schaar ſchoͤner Syrenen, nach und nach das ganze Gewicht der Staatsgeſchaͤfte in ſeine Haͤnde niederlegen, und ihm ſo Gele⸗ genheit geben, ſich zu bereichern, nach der er, unter dem vorigen Nuwab, vergeblich geſeufzt hatte.. Die von dem Nuwab getroffene Anordnung dor Geſchaͤfte war jedoch ein harter Schlag fuͤr die Hoffnungen des Miniſters, der vergeblich nach neuen Schoͤnheiten ſuchte, und neue Ver⸗ gnuͤgungen erfand, um die Aufmerkſamkeit ſei⸗ nes Herrn von den Geſchaͤften des Durbar ab⸗ zulenken; aber kein Scharfſinn von Seiten des Deewan konnte den Entſchluß des Nuwab's wan⸗ kend machen. Nach der zwoͤlften Stunde zog ſich Jelal⸗ed⸗deen von den Beſchwerden des Dur⸗ bar zuruͤck, um ſich in den ſtillen Gemaͤchern

ſeiner Anderun zu erholen, aus denen ihn nichts

haͤtte herausbringen koͤnnen, als ein Firman ¹)

*) Kaiſerliche Depeſche.

2