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des Kaiſers von Delhi.— Nachdem er hier ſein Mittagsmahl in Geſellſchaft einiger Frauen, die ſich durch Witz vor den uͤbrigen auszeichneten, eingenommen, pflegten ihn dieſe zu unterhalten, indem ſie entweder anziehende Geſchichten er⸗ zaͤhlten— oder einige Lieder des unnachahmli⸗ chen Hafi's ſangen. Andere ſpielten Putſchees*) und andere indiſche Spiele; und wenn dieß(was ſelten geſchab) den Nuwab nicht unterhielt, ſo pflegte er mit ſeiner Favoritin nach Mahmud⸗ a⸗baugh, einem Palaſte auf dem Lande, zu gehen, wo er einen ſchoͤnen Garten hatte, der mit den ſchoͤnſten Blumen und den koͤſtlichſten Fruͤchten prangte, und mit Springbrunnen und Lauben von ſuͤßduftendem Jasmin, mit Gaͤngen von ſchoͤnen Cypreſſen, und jeglicher Pracht ge⸗ ſchmuͤckt war, die ein Mann erfinden und die Natur verſchoͤnern konnte. Auf dieſem Plaͤtzchen ſich dieſem morgenlaͤndiſchen Herrſcher aufzudrin⸗ gen, waͤre Wahnſinn geweſen, wenn er mit ſeiner Favoritin, ſeinem Hookah, und ſeinem Schachbrett unter dem Schatten eines Baumes ſich niedergelaſſen und ſelbſtzufrieden dem Ver⸗ gnuͤgen nachhieng.
Moye⸗ed⸗deen benuͤzte ſeine Zeit auf eine ganz andere Weiſe; denn da er mit Verdruß des Nuwabs ſonderbaren Geſchmack ſowohl an Geſchaͤften, als an Vergnuͤgungen bemerkte, ſo war es keine leichte Aufgabe, ſich ſo zu beneh⸗ men, daß er nicht zu eifrig die erſtere zu ver⸗ mehren, und zu geſchaͤftig die lezteren herbei
*) Eine Art Schachſpiel.


