Teil eines Werkes 
4. Bdchen (1831)
Entstehung
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Alle ſeine Umgebungen trugen beſondere Namen; ſein Abſchreiber z. B. hieß der Domicellar, weil er mit einem ſolchen, den er in Bamberg gekannt, Aehnlichkeit hatte u. ſ. w.

Eines Tages im Maͤrz erfuhr der Herausgeber, daß Hoffmann am fruͤhen Morgen eine Deputa⸗ tion begehrt, um ſein Teſtament zu errichten. Da er hierin eine Ueberzeugung von der Ver⸗ ſchlimmerung des Zuſtandes des Kranken zu er⸗ blicken glaubte, ſo eilte er zu ihm, fand ihn aber ganz froͤhlich, und ließ ſich erzaͤhlen, wie er nur teſtirt habe, weil die Gefahr gewiß voruͤber ſey, und er es doch nicht darauf ankommen laſſen wolle, vielleicht wieder in eine ſolche Lage zu kommen, daß er dann nicht mehr letztwillig verfuͤgen koͤnne.

Endlich, als er in das ſchlafende Antlitz ſeines Waͤchters ſchaute⸗ kam ihm daſſelbe, ſo wie die ganze Situation, gar zu drollig vor. Er rief ſeinen Wächter laut bei Namen, und fragte, als dieſer ſich aus dem Schlafe ruͤttelte, ob ihn vielleicht das Singen in ſeiner Nuhe ſtoͤre? Ach Gott!« erwiederte der junge wachſame Mann ganz naiv und trocken, indem er ſich dehnte,ach Gott! nicht im Mindeſten. Sin⸗ gen Sie doch in Gottes Namen, Herr snsRath; ich habe einen feſten, geſunden Schlaf! Und damit ſchlief er wieder ein, indem der Kranke mit heller Kehle anſtimmte: 5 2 Sul margine d'un rio etc. Hoffmnn.