Teil eines Werkes 
4. Bdchen (1831)
Entstehung
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Beilagen zu dieſem Abſchnitte nicht unwillkommen ſeyn.

Hoffmann's letzter Geburtstag, der 24. Januar 1822, war von den bedeutendſten Auſpizien fuͤr ihn begleitet. Was ſeit den Juͤnglings⸗Jahren nicht der Fall geweſen; er konnte ihn mit ſeinem aͤlte⸗ ſten Freunde Hippel, der noch in Berlin verweilte, feiern, und von ſeinen ſpaͤteren, liebſten Freunden fehlte auch kein einziger als Conteſſa, der ſich auf dem Lande befand. Aber ſchon hatte die ſich ent⸗ wickelnde Krankheit ihm die Fluͤgel gelaͤhmt. Er trank Selterſer Waſſer, waͤhrend er ſeiner Geſell⸗ ſchaft die koͤſtlicſſten Weine vorgeſetzt, und wenn er ſonſt bei ſolchen Gelegenheiten mit der uner⸗ muͤdlichſten Beweglichkeit den Tiſch umkreiste, um einzuſchenken und die Unterhaltung anzufachen,

woo ſie ſtockte, ſo ſaß er heute, den ganzen Abend,

an ſeinen Lehnſtuhl gefeſſelt. Nach Tiſche nahm die Unterhaltung zwiſchen Hippel und Hoffmann eine Wendung, die, wie ſie Erinnerungen aus ih⸗ rer Jugendzeit herbeirief, auch des Todes und Sterbens erwaͤhnen ließ. Der Herausgeber mit unter den Geladenen, warf, vielleicht ihm ſelbſt unbewußt, ein Wort dazwiſchen, deſſen Sinn un⸗ gefaͤhr das bekannte,das Leben iſt der Guͤter

hoͤchſtes nicht, war; aber Hoffmann fuhr ihm

mit einer Heftigkeit, die ſo den ganzen Abend nicht zum Ausbruch gekommen war, entgegen: . e