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Kehren wir nun, nach dieſer langen Abſchwei⸗ fung über Hoffmann's geſelligen Verkehr, zu den Ereigniſſen ſeines Lebens und ſeinen literariſchen Arbeiten zurück, ſo findet ſich, von dem Jahre 1816, zuvörderſt nur ſeine Bekanntſchaft mit Oelenſchlä⸗ ger,*) und ein ſeltſamer Beſuch ſeines Neffen, ei⸗
**)
des, erſtes Heft. S. 168.) zu der Bitte verei⸗ nend, jene herrlichen Lieder dem Publitum nicht laͤnger vorzuenthalten.
Wie freundlich ſich Oehlenſchlaͤger, ſpaͤter, noch jener Bekanntſchaft erinnert, moͤge nachſtehender Empfehlungs⸗Brief beweiſen:
Kopenhagen den 26ten Maͤrz 1821.
Hochzuverehrender Freund!
„Ich labe mich noch immer in der Erinnerung „an den herrlichen Cardinal, den Ew. Ehrwuͤr⸗ „den mit eig'ner gelehrter Hand verfertigten, „und den die dichteriſche Tria juncta in uno †) „zuſammen genoſſen, wodurch unſre Seele, Ge⸗ „danken, Pantaſien, Klugheiten und Tollheiten, „zuſammen floſſen, und einen vollſtaͤndigen Pab ſt „ausmachten.“
„Vergeben Sie meinen Styl, ich bin der „humoriſtiſchen und deutſchen Sprache nicht ſo „gewohnt wie Sie.“—
„Hier ſchicke ich Ihnen einen jungen gelehr⸗ „ten, ſehr gutmuͤthigen und beſcheid'nen Daͤnen, „der bei euch Fremden Mores u. ſ. w. ler⸗ „nen ſoll.“
†) Naͤhmlich er, Fouqué und Hoffmann.


