24 Laune, ein ausgeführtes Gemälde dieſes kurzen Lebensabſchnittes giebt.
„So wie Sie in Bamberg“— ſchreibt er dem Freunde—„im tiefſten Frieden leben, ſo habe ich „in Leipzig, wie mitten im Kriege ſelbſt, jetzt, wäh⸗ „rend des Waffenſtillſtandes, gelebt, und zum erſten „Male in meinem Leben ein nicht unbedentendes „blutiges Gefecht, aus geringer Entfernung, ver⸗ „trauend auf meine Schnellfüßigkeit, angeſehen; es „war die Affaire, welche am 7ten Juni, Vormit⸗ „tags 9 Uhr, vor den Thoren von Leipzig Statt „fand. Die ſpäteren Auftritte, zwiſchen den Preu⸗ „ßen und Franzoſen, die durch ganz eigene Mißver⸗ „ſtändniße erzeugt wurden, Leipzig's Belagerungs⸗ „zuſtand u. ſ. w., übergehe ich, da ſie aus den Zei⸗ „tungen bekannt ſeyn werden.— Ich komme zu mei⸗ „nen Dienſtverhältnißen.— Den Seconda habe ich „ganz ſo gefunden, wie ihn mir Rochlitz ſchilderte⸗ „— ein lieber, ehrlicher, dummer Mann, der 25 „Jahre hindurch die Maſchine gedreht hat, wie der „Eſel die Walkmühle; er ſtrich ſeine 4 bis 5000 „Rthl. monatlich ein, und gab ſie wieder aus;— „ſo wie aber das Ding etwas aus dem Gleiſe kommt, „verliert er den Kopf, und weiß ſich nicht zu hel⸗ „fen.— In jener ſo unruhigen Zeit blieb natürli⸗ „cherweiſe das Theater leer, ja wir konnten nicht „einmal ſpielen, da oft plötzlich, vor der Theater⸗ „zeit, der Generalmarſch geſchlagen, und die Thore


