Teil eines Werkes 
4. Bdchen (1831)
Entstehung
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22 das Heiterſte, als die Poſtkutſche, kurz von Meiſ⸗ ſen, von einem Hinderniſſe gehemmt, umſchlug; die Paſſagiere mehr oder minder ſchwer verwundet, krochen mühſam unter den Poſtſtücken, die über ſie hingeſtürzt waren, hervor; nur die junge Gräfin fehlte, und es währte nicht lange, ſo entdeckte man ihren zerſchmetterten Leichnam, nachdem man eine große Kiſte davon hinweggewälzt hatte. Dieſe furcht⸗ bare Begebenheit würde, ohne Zweifel, einen noch tiefern Eindruck auf Hoffmann's reizbares Gemüth gemacht haben, als es der Fall war, hätte ihn nicht eine ihm noch näher liegende Sorge zurück⸗ gedrängt; ſeine Frau hatte nämlich eine tiefe Kopfwunde erhalten, und ſchien, im erſten Augen⸗ blicke, tödtlich verwundet. Man holte eine Porte⸗ chaiſe aus dem ganz nah gelegenen Meißen, wo ſie eine ihnen völlig fremde, Familie, die des Sena⸗ tors Goldberg, freundlich aufnahm, und mit Wein erquickte; Hoffmann ſelbſt war, wenn gleich nicht verwundet, doch am ganzen Körper zerſchlagen; er führte ſodann ſeine Frau in einem Tragſeſſel in den Gaſthof zur Sonne, und hier wurde ihr der erſte chirurgiſche Verband an⸗ gelegt.Was werd'ich noch alles erleben! ſchreibt er am Abend dieſes Tages in ſein Journal:Gott ſey nur Dank, daß meine Frau lebt und außer Ge⸗ fahr iſt, wie mir die Chirurgen verſichern.

Nach einem Aufenthalt von einigen Tagen