Teil eines Werkes 
4. Bdchen (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

21 für die allgemeine muſikaliſche Zeitung. Am 19ten früh erhielt er endlich das längſt erwartete Reiſe⸗ geld von Seconda. Er machte ſogleich Anſtalten zur Abreiſe, packte ein, ſah' Abends einen ſeiner Dresdner Freunde bei ſich, und, ſo beweglich war nur Hoffmann, ſchrieb noch den Anfang eines Magnetiſeurs*), wie es in den Notaten für dieſen Tag heißt,mit großem Glück.

Am 20ſten früh reiſte er von Dresden, mit der Leipziger Poſtkutſche, in der gemüthlichſten Stim⸗ mung ab, ohne Ahndung von dem eutſetzlichen Schau⸗ ſpiel, deſſen Zeuge er bald werden ſollte. Auf dem Wagen befand ſich nämlich nebſt mehreren franzö⸗ ſiſchen Offizieren: ein neuvermähltes Ehepaar, Ap⸗ pelations⸗Rath Graf F., mit ſeiner jungen Ge⸗ mahlin, die nach ihrem, bei Meißen belegenen, Gute reisten. Sie hatten die Poſt gewählt, weil ſie für ihre eigenen Pferde, bei den ſtreifenden Truppen, Gefahr fürchteten, und ſcherzten noch mit einander, über die in ihrem Stande ſo unge⸗

wöhnliche Art, eine Reiſe von einigen Meilen zu machen. Die Geſellſchaft unterhielt ſich eben auf

*) Fantaſieſtuͤcke Th. 2. in beiden Ausgaben. Die erſte Anreguug dazu mochte er in Bamberg er⸗ halten haben. Am 2iſten December 1812 hat er in ſeinem dortigen Tagebuche verzeichnet:

zum erſtenmal im Hospital eine Somnam⸗ buͤle geſehen. Zweifel!«