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Senſe des Todes nicht mehr vor der Zeit nieder⸗ ſchlägt; und als eine gleich wohlthuende Erſchei⸗ nung für das äußere Auge und für die innere Gemüthswelt erneuerte auch jetzt wieder, mittler⸗ weile die Nacht langſam und feyerlich auf Leichen und Aſchenkrüge herab ſchwebte, über eben dieſen Trümmern vermoderker Leiber, der Glühwürmer zahlloſes Heer ſeine Auferſtehungsbilder in be⸗ weglichem, von dem dunkeln Erdenthale zu des Himmels ſtrahlenden Höhen ſich ſchnell aufſchwin⸗ genden Lichtſpiel.
Paulina's auf einem kleinen Hügelvorſprunge erbauetes Grab überſchaut den ganzen, ländlich einfachen Kirchhof von Caſtellino. Es iſt das lehte, welches der keiner Jahreszeit erbleichende Pinien⸗ und Cypreſſenhain, an den die Kirchengebäude ſich lehnen, mit ſeinen verlängerten Abenbſehus⸗
ten zu erreichen vermag.
Nur ein kleiner Zwiſchenraum trennt die kaum fünf und zwanzig Frühlinge zählende Gattinn von Marien, ihrer in Tommaſo's Liebe und im frühzeitigen Scheiden von der irdiſchen Welt ihr vorgegangenen Schweſter. Warum hätte ſie aber im Tode nicht ihre Nachbarinn bleiben ſollen?


