Druckschrift 
Der weiße Sklave, oder Denkwürdigkeiten eines Flüchtlings : eine Geschichte aus dem Sklavenleben in Virginien u.s.w. ; (Seitenstück zu Onkel Tom's Hütte) / hrsg. von R. Hildreth. Nach der 17. amerikan. Aufl. aus dem Engl.
Entstehung
Einzelbild herunterladen

248

Sklavin gefangen gehalten werde und daß er behaupte, ſte von Mr. Agrippa zu haben, der ſoeben aus Boſton angekommen ſei, um den chlaß ſeines Bruders, wozu auch ſie gehöre, als ſein Uni⸗

ſich jetzt wenden und was ſie thun ſollte, drang Begleitung ſeines Boſtoner Advokaten, Gilmore,

zu nehmen. In Folge dieſer Gefangennehmung okale, wo ich fie ſo glücklich gefunden hatte, zum en, und ohne meine Dazwiſchenkunft würde ſie ihrer Betheuerungen, daß ſie frei ſei, in neue Sklaverei verkauft worden

denn fie beſaß nicht die Mittel, um ihre Rechte auf die Freiheit zu beweiſen, da der Mann, in deſſen Händen ſich ihr Freiſchein befand, ein

Dies war die Geſchichte, von welcher mir Caſſy bei unſerer erſten Zu⸗ ſammenkunft eine kurze, flüchtige Skizze gab und deren einzelne Umſtände ſte mir ſpäter ausführlicher erzählte.

Gott ſei Dank, ich drückte das geliebte treue Weib wieder an meine Bruſt!

Aber jetzt dachte ich an meinen Sohn und an das arme Mädchen,

zu Rathe und fand ihn eben ſo theilnehmend wie das erſte Mal. Es war, wie er mir gegen dieſe beiden ſchurkiſchen Nan⸗

es l verſchworen hätten, das Teſtament des Mr. Curtis zu vernichten, das Vermögen unter ſich zu theilen, und

machen, nicht ſowohl wegen des aus ihnen zu löſenden Kaufpreiſes denn er glaubte nicht, daß ſelbſt dieſe filzigen Boſtoner Seelenverkaͤufer die Ge⸗ meinheit ſo weit treiben würden, eine ſo ſchlechte Meinung er auch nach dem, was er im Suden geſehen, von den Yankees im Allgemeinen hatte, ſondern weil dies das bequemſte Mittel war, um ſich ihrer zu entledigen; denn ließ man ihnen die Freiheit, ſo hätten ſie möglicherweiſe immer noch einen Strich durch die Rechnung machen können, beſonders wenn etwa unerwartet ein Duplikat des Teſtaments zum Vorſchein kommen ſollte.

ſammt allen geſetzmäßigen Privilegien eines Sklavenbeſitzers zuzueignen. Ich ſage, der fromme Mr. Gilmore, denn er war vor einigen Jahren bei einem Beſuche in New⸗York durch die Predigten des beredten Doktor Dewey zum unitariſchen Glauben bekehrt worden und hatte ſich ſeitdem in

Caſſy und Eliſa, und wahrſcheinlich auch Montgomery, zu Sklaven zu