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gomery's Urſprung, den Mr. Grip Curtis bei den Beſuchen, die er ſeinem Vruder in New⸗Orleans gemacht, erfahren hatte. Montgomery's Antwort beſtand einfach darin, daß er den Schurken auf der Stelle zu Boden ſchlug; und da einer von den Umſtehenden die Gefälligkeit hatte, ihm einen Stock zu leihen— denn Mr. Agrippa Curtis war zwar ein angeſehener Kauf⸗ mann, aber doch keineswegs beliebt— ſo gab ihm mein Sohn eine tüch⸗ tige Tracht Schläge, zum großen Ergötzen der verſammelten Kaufleute, von denen mehrere einen Kreis um ſie bildeten, angeblich um darauf zu ſehen, daß es ehrlich zugehe, und vielleicht auch, um Mr. Grip's Kapriolen und Jammermienen näher betrachten zu können, die, wie Montgomery ſeiner Mutter ſchrieb, höchſt drollig anzuſehen waren.
Mr. Agrippa Curtis führte unverzüglich Klage bei dem Polizeigericht; Montgomery wurde citirt und zu zwanzig Dollars Geldſtrafe verurtheilt. Außerdem machte Curtis einen Prozeß vor dem Civilgericht gegen ihn an⸗ hängig und verlangte ein Schmerzensgeld von zehntauſend Dollars in der Hoffnung, daß Montgomery keine Caution werde leiſten können, in welcher Erwartung er ſich jedoch getäuſcht ſah.
Als Montgomery in dem Prozeß mit Mr. Grip Curtis die nöthige Bürgſchaft geleiſtet hatte und ſich eben anſchickte, mit Eliſa nach New⸗York zu reiſen, erhielt Letztere einen Brief von einem Advokaten in New⸗Orleans, Namens Gilmore, der der vertraute Rathgeber und Sachwalter des ver⸗ ſtorbenen Curtis geweſen war. Er theilte ihr darin mit, daß nach dem Tode des Mr. Curtis wichtige Geſchäftsangelegenheiten ihre Anweſenheit in New⸗Orleans nöthig machten, und überſandte ihr zugleich einen Wechſel zur Beſtreitung der Reiſekoſten. Montgomery fand bei ſeiner Ankunſt in New⸗York einen ähnlichlautenden Brief vor. Weder er noch Eliſa hatten den mindeſten Grund, die Aufrichtigkeit des Advokaten in Zweifel zu ziehen; ſte kannten ihn als einen ſtattlichen, alten Herren, mit rundem, freundlichen Geſicht und grauen Haaren, auf den Mr. James Curtis große Stücke hielt, und da ſie hinlänglichen Grund zu der Annahme hatten, daß er in ſeinem Teſtamente Verfügungen zu ihrem Gunſten getroffen habe, ſo hielten ſie es für ganz natürlich, daß ihre Anweſenheit in New⸗Orleans nothwendig ſein konnte. Montgomery konnte jedoch wegen dringender Geſchäfte nicht ſogleich abreiſen; er ſchickte daher Eliſa mit einem Packetſchiffe voraus, und verſprach ihr, ſobald wie möglich nachzukommen.
Eliſa war ungefähr zu gleicher Zeit mit mir wohlbehalten in New⸗ Orleans angekommen und hatte ſich ſogleich zu Caſſy begeben, welche einige Tage darauf dem Advokaten Gilmore ihre Aufwartung machte, um ihn von der Ankunft des jungen Mädchens zu benachrichtigen. Der verſtorbene Mr. Curtis hatte Caſſy zu wiederholten Malen, und insbeſondere noch vor ſeiner Abreiſe von New⸗Orleans auf das Beſtimmteſte verſichert, daß er ſie und Montgomery in ſeinem Teſtamente bedacht, und für Eliſa reichlich geſorgt habe. Sie erkundigte ſich bei Mr. Gilmore über dieſen Gegen⸗ ſtand, aber der Advokat antwortete ihr ausweichend, und ſagte, es ſei nöthig, daß Eliſa am folgenden Tage zu einer gewiſſen Stunde zu ihm komme.
Sie ging hin, kam aber nicht zurück. Caſſy brachte in Angſt und Beſorgniß eine ſchlafloſe Nacht zu, und als ſie ſich am folgenden Morgen eben anſchickte, ſelbſt zu Mr. Gilmore zu gehen, um ſie dort aufzuſuchen, erhielt ſie durch einen kleinen Negerknaben einige Zeilen von Eliſa⸗ welche in aller Eil mit Bleiſtift auf ein abgeriſſenes Stück Papier geſchrieben waren und durch die ſie ihr mittheilte, daß ſie in Gilmore's Hauſe als


