Teil eines Werkes 
2. Theil (1823)
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wilden Flammen der Wolluͤſtlinge auf den hoͤchſten Punkt; Alle ſtuͤrzten te hinzu, dieſe ſchoͤne Beute zu beſitzen, als das Lamm unter den Klauen der Tyger er⸗ wachte. Die Verzweiflung machte die Un⸗ gluͤckliche in den Augen der Wolluͤſtlinge nur ſchoͤner, die Unordnung des Anzugs machte die Beute noch reizender. Jeder wollte ſie beſitzen. Vor Schrecken außer ſich ſchrie Irene laut auf, die Verlaſſene ſuchte ver⸗ gebens Schutz bei der eben ſo verlaſſenen Kaiſerin, als die nervigte Fauſt des einen Baſſa's ſie ergriff, um ſie aus den Armen Helenens zu reißen. Ein Streit uͤber die Beute entſtand; Jeder wollte Irenen be⸗ ſitzen, mit gezuͤcktem Saͤbel ſuchte Jeder ſein Recht an dem Beſitz der Ungluͤcklichen zu beweiſen; wuͤthend entriß Einer dem Andern das Opfer, ſtraͤubend und die letz⸗ ten ohnmaͤchtigen Kraͤfte zuſammen neh⸗ mend verſuchte die Arme ſich den Haͤnden der Raͤuber zu entwinden, der Widerſtand entflammte die Wolluſt immer mehr, und vergebens ſuchte Helena eine Ungluͤckliche zu ſchuͤtzen, der der ſchwache Beiſtand einer eben ſo Ungluͤcklichen wenig helfen konnte. Wüthend ſprang einer der Bar⸗ baren, der dem Gluͤcklichen, der Irenen aus der Kaiſerin Armen riß, dieſe Beute nicht goͤnnen wollte, mit gezogenem Schwerdte ſtuͤrzte er zwiſchen ſie, er wollte