Teil eines Werkes 
2. Theil (1823)
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Irenens Fuͤßen. Beide waren durch die bisherigen Schreckniſſe zu abgeſtumpft, als daß ſie das Grauſenerregende dieſes An⸗ blicks nach haͤtten empfinden koͤnnen. Sie gehoͤrten dieſer Welt nicht mehr an; wie haͤtte ein Auftritt auf dieſer Schaubuͤhne, und war er noch ſo angreifend, ſie noch beſchaͤftigen koͤnnen? Keine Klage kam üͤber ihre frommen Lippen, Thraͤnen hat⸗ ten ſie nicht mehr, mit Gleichguͤltigkeit ſahen ſie es an, wie das Heiligthum des Altars entweihet, wie Raͤuberfaͤuſte jene Schaͤtze, von der frommen Andacht ge⸗ ſchenkt, an ſich riſſen.

Da erblickten mehrere der Anfuͤhrer die an der knienden Kaiſerin ohnmaͤchtig liegende Irene; der Eigennutz und die Habſucht waren geſtillt, jetzt verlangte die

Wolluſt ihr Opfer, und die wildeſten

Flammen entbrannten jetzt in den Herzen der Sieger. Wie ein Engel der Unſchuld ſchoͤn lag Irene da, ihr Antlitz jagte die

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