Teil eines Werkes 
2. Theil (1823)
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tert war. Noch das einzige aber ſchreck⸗ liche Vorrecht hatten die verzweifelnden,

jammernden Muͤtter, die blutigen Leichen

ihrer Lieblinge zu ſehen, ehe die Reihe, gemordet zu werden, an ſie kam. Keine wurde verſchont. Habſucht war hier we⸗ niger im Spiele, teufliſche Mordluſt trieb die Barbaren an zu morden, und Blut ſchien die allgemeine Loſung zu ſeyn. Greiſe und Kinder, Muͤtter und Toͤchter lagen in wenig fuͤrchterlichen Augenblicken gemordet auf dem Marmorboden des Hei⸗ ligthums. Ihr Blut vermehrte die Mord⸗ luſt der Feinde; in allen Winkeln des Tempels floß es gerinnend zuſammen und deckte den Alabaſter. 3

Mehrere Anfuͤhrer dieſer Horden, mehr durch Wolluſt und Habſucht gereizt, ſtuͤrz⸗ ten nach dem Altare hin, auf deſſen Stu⸗ fen Gregor ruhig ſeinen Tod erwartete. Jener verſchwenderiſche Putz des Altars, das mit den koſtbarſten Perlen beſetzte

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