Teil eines Werkes 
2. Theil (1823)
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um ſie vorging, die furchtbarſte Scene machte auf ſie kaum noch Eindruck, ſo hatte dies Alles ſie angegriffen. Und welche ſchreckliche Scene bot ſich jetzt dem Auge dar!

Mehrere Tauſende der Weiber und Toͤchter, der Greiſe und der Kindheit hat⸗ ten, nach dem Beiſpiel der frommen Kai⸗ ſerin, die taͤglich den Tempel beſuchte, taͤglich mehrere Stunden vor dem Altare

kniete, hier ſich eingefunden. War doch

dieſer heilige Ort der einzige Platz, wo die Ungluͤcklichen ſich zuſammen ſahen, wo ſie vom vereinten Gebete um ſo groͤßere Wirkung erwarteten, je zaͤhlreicher die Schaar derer war, die hier ein Ungluͤck, ein heißes Gebet verſammelt hatte. Und in dieſen Haufen ſtuͤrzten die Barba⸗ ren. Sie riſſen den Muͤttern die Saͤug⸗ linge von den Armen, an den heiligen Saͤulen des Tempels klebte das Blut der Unſchuldigen, deren Stirn daran zerſchmet⸗

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