251
erinnerung an die ſchoͤne Reihe von Jahren, die Beide als Freunde in ihrem Vater⸗ lande durchlebt hatten, das Bild der Ge⸗ fahren, die ſie ſchon bekämpft hatten, das Gemaͤlde deſſen, was ſie durch ihre be⸗ waͤhrte Freundſchaft ſo lange genoſſen hat⸗ ten, alles das draͤngte ſich in dieſem feier⸗ lichen Augenblick der Trennung in Eins zuſammen. Sie konnten ſich nichts ſagen, alle ihre Empfindungen floſſen in der letz⸗ ten Umarmung zuſammen. Sie druͤckten ſich noch einmal die Hand, es war das letzte Nal, und nun trennten ſie ſich auf ewig.—
Juſtiniani kam auf der Baſtei an, von der er die ganze abendliche Seite der Stadt uͤberſehen konnte. Dieſen Theil der Feſtung hatte er zur Vertheidigung ge⸗ waͤhlt, weil von ihm, als dem Haupt⸗ punkte, die Haltbarkeit der Stadt abhing. Auf dieſem Poſten hatte auch der Kaiſer ſelbſt ſich einen Ort gewaͤhlt, um durch


