250 dankenvoll da; es war ihm nicht anders, als wolle ein gewiſſes dunkeles Vorgefuͤhl
ihm beweiſen, daß er morgen nicht mehr
ſey, daß dieſer Abend der letzte ſey, den er im Kreiſe der Seinigen hinbringe. Auch Juſtiniani wie Angelo fuͤhlten dieſe uner⸗ klaͤrliche Beaͤngſtigung. Sie war Beiden quaͤlend.— Das traurige Schweigen, die einzelnen Thraͤnen, und die bangen, nicht zuruͤckzuhaltenden Seufzer vermehrten das Schauderliche des Abends. Faſt ohne ein Wort ſagen zu koͤnnen, gingen die beiden Freunde fort, um waͤhrend der Nacht auf ihrem Poſten zu ſeyn. An der Sophien⸗ kirche trennten ſie ſich, da die Poſten ganz auf der entgegengeſetzten Seite lagen. Unter welchen Gefuͤhlen ſie ſich hier tren⸗ nen mußten?——„Gott ſtehe Dir bei!“ war Alles, was ſie ſagen konnten. Aber deſto mehr ſprach der Haͤndedruck, die Einer dem Andern gern verbergen wollte, und nicht verbergen konnte. Die Ruͤck⸗
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