243
ſtanden dieſe bei dem Aublicke da. Keiner wußte den Andern zu troͤſten; Beruhigung war ihnen fremd. Selbſt der Greis Gre⸗ gor konnte nichts als weinen, als unter heißen Thraͤnen die Leiche des Redlichen einſegnen. Auch er behielt kaum ſo viel Gegenwart des Geiſtes, den Gemordeten in eine der Sakriſteien der Kirche tragen zu laſſen; eine Arbeit, durch die Helena, Irene, und Gregor ſelbſt, der Freundſchaft den letzten Dienſt erzeigten, und die Leiche ſelbſt dahin trugen. So ungluͤcklich hatte ſich Juſtiniani noch nie gefuͤhlt; ſo vor Schmerz außer ſich hatte er noch nie einen Weg gemacht, als dieſer nach Conſtantins Pallaſte war. Er kam in einer Stim⸗ mung an, die ſich mit nichts vergleichen laͤßt; ihm war es unmoͤglich, dem erſtaun⸗ ten Kaiſer zu erzaͤhlen, wie er ſeinen Freund, wie die Stadt einen der erſten Vertheidiger verloren habe. Ihn konnte des Kaiſers aufrichtige Theilnahme nicht


