Teil eines Werkes 
2. Theil (1823)
Einzelbild herunterladen

242

Watthaͤo laut rief:„Heilige Mutter Got⸗ tes!“ und in Juſtiniani's Arme ſank. Jene Maͤnner verſchwanden im ſchauderlichen Dunkel eines anſtoßenden Ganges. Er⸗ ſchrocken riß Juſtiniani ſeinen Freund zu der naͤchſten Lampe. Aber, wie mußte ihm in dem Augenblicke werden, da er ſeinen Freund Matthaͤo, durch einen Dolchſtich gemordet, in ſeinen Armen hatte! Kaum konnte er ſo viel Geiſtesgegenwart behal⸗ ten, die Leiche ſeines Freundes auf den erſten Sitz niederzulegen. Stumm und wie im Traume ſtanden beide Freunde da; es fiel ihnen nicht einmal ein, Anſtalten zum Ergreifen des Moͤrders zu machen. Eine Muͤhe, die auch gewiß vergeblich ge⸗ weſen ſeyn wuͤrde; denn jene Moͤrder wa⸗ ren, geſchuͤtzt durch das Dunkel der Nacht, laͤngſt entflohen. Mit gefaltenen Haͤnden, mit uͤber der Leiche gebeugtem Haupte ſtanden die Freunde da, als Gregor, He⸗ lene und Irene kamen. Faſt verſteinert