Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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8.

Stephan lebte inzwiſchen, uͤber ſeinen Pla⸗ nen bruͤtend, beinahe ſorglos. Seine Zuverſicht war faſt blind geworden, und je naͤher er ſich ber Kataſtrophe ſeines Wirkens zuwendete, deſto dunkler, verworrener wurden ſeine Anſichten keine Angſt kam in ſeine Seele. Nur einmal, wo er an Suleika's Seite ſchlief, erſchuͤtterte ein dunkler Traum, in welchem er ſich matt, krank und nackt auf einer ſteilen Felſenſpitze aus⸗ geſetzt ſah, und die Voͤgel des Himmels ihn be⸗ reits als Todesbeute umſchwaͤrmten, ſein Inne⸗ res, ſo daß er erwacht aufſprang, hinaus lief auf den offenen Gang des Kloſters, lange in den Himmel ſtarrte und dann ausrief:Wenn Alles nur ein Traum waͤre; Alles und das Ende nahte vom Schlafe, das Erwachen und ich ſtuͤrzte in eine todte, kalte, leere Wirklichkeit hinab. Es waͤre entſetzlich, wenn ich umſonſt gerungen

haͤtte, umſonſt gebaut, gehofft und geſuͤndigt.

Er ſeufzte tief auf und ballte die Haͤnde. Dann ging er zuruͤck in's Gemach und ſagte:Iſt es

Traum, ſo will ich ſuͤß traͤumen, den Traum