=e 8 s— zur Verſoͤhnung geneigt. In Gneguſſi ſollte dieſelbe am beſtimmten Tage vor ſich gehen.
Unter freiem Himmel waren trotz der ſtren⸗ gen Kaͤlte, ſowohl die Betheiligten bereits, als auch eine Menge andern Volkes verſammelt, wie der Statthalter mit ſeiner Begleitung, dem Ar⸗ chimandriten, welcher die Verſoͤhnungsceremonien leiten ſollte, nebſt andern Prieſtern ankam und ſeinen Sitz einnahm. Ringsum brannten große Holzfeuer, darum ſtanden die Maͤnner, waͤrmten ſich, rauchten Taback und tranken Slibowitza*).
Rechts vom Sitze des Statthalters ſtand die klagende, die vergebende Parthei;— links Dju⸗ ro mit ſeinen Vettern und Bundesbruͤdern. Alle die Maͤnner blickten finſter und wie grollend zur Seite, Jeder mied des Andern Antlitz, wie noch kaͤmpfend mit dem beſſern Selbſt uͤber die wilde Leidenſchaft, 3
Der Archimandrit, in deſſen geiſtlichem Be⸗ zirke der letzte Mann von der Parthei Djuro's getoͤdtet worden, war Praͤſident des Schiedsgerich⸗
*) Branntwein aus Pflaumen gebrannt, dort das gewoͤhnliche Getraͤnk.


