Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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6) treue Liehe umſchloß manche Stunde ſeines Lebens mit heitern Hoffnungsſtrahlen; ſie war ſeinem Gemuͤthe, das in den großen Planen bruͤtete, baute und jagte, labend und ruhebrin⸗ gend. Sie glich einem milden Fruͤhlingsabend, der jede Kraft ſtaͤrkt und erheitert; in ihrer Naͤhe fuͤhlte er ſich wohl, die großen ſeltſamen Gewalten ſeines Buſens ſaͤnftigte ſie, ließ ihn fuͤr Stunden vergeſſen, um wieder tagelang mit friſcher Kraft neu zu wirken. Das Volk ſah den Bund des Herrſchers und freute ſich, daß er Einer der Ihrigen werden wollte. Die Czerno⸗ gorzin als Czaarin, ſchmeichelte der Nationalei⸗ telkeit nicht wenig.

Es war ein unbeſchreiblich kalter December⸗ tag. Der Froſt lag ſchwer in der ſtillen Luft, die Sonne blinzelte durch ihre Nebelduͤnſte und mehrte noch die Kaͤlte; aus den Waͤldern hallte es wie Kanonenſchuͤſſe von den hundert⸗ jaͤhrigen Buchen und Birken, deren Saft im Innern erſtarrte und ſie ſo durch die Aus⸗ dehnung der Fluͤſſigkeit berſten machte. Hung⸗ rige Raubvoͤgel kreiſten uͤber den Bergen und

Felshoͤrnern; der Schnee hatte eine gefrorne