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Der Cid : nach spanischen Romanzen / besungen durch J. G. von Herder. Mit einer historischen Einleitung durch Johann von Müller
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Was hat er geſagt, der gute Sid? Er liegt auf ſeinem Lager. Wo iſt ſeine Eiſenſtimme!

Kaum noch kann man ihn verſtehen⸗ Daß er ſeinen Freund Babiega, Ihn noch eiymal ſehen will.

Babiega kommt, der treue Mitgefährt' des wackern Helden In ſo mancher, mancher Schlacht. Als er die ihm wohlbekannten Guten alten Fahnen ſiehet,

Die ſonſt in den Lüſten wehten, Hingebeugt auf's Sterbelager, Unter ihnen ſeinen Freund,

Fühlt' er ſeinen Lauf des Ruhanes Auch geendet, ſteht mit großen Augen ſtumm da, wie ein Lamm; Sein Herr kann zu ihm nichts ſprechen⸗ Er auch nichts zu ſeinem Herrn. Traurig ſieht ihn an Babie ga, Cid ihn an zum letztenmal.

Gerne hätt' ſich Alvar Fannez Mit dem Tode jetzt geſchlagen; Ohne Sprache ſitzt Rimene; Cid, er drückt ihr noch die Hand.

Und nun rauſchen die Paniere Stärker; durch das offne Fenſter Weht ein Wind her von den Höhen Plötzlich ſchweigen Wind und Fahnen Edel: denn der Cid entſchläft.

Auf, nun auf! Trommeten, Tromimeln, Pfeifen, Klarinetten tönet, Uebertönet Klag' und Seufzen;