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Der Cid : nach spanischen Romanzen / besungen durch J. G. von Herder. Mit einer historischen Einleitung durch Johann von Müller
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66.

Tages noch vor ſeinem Tode Ließ Cid ſeine Freunde kommen, Und als Feldherr ſprach er ſo:

Ich weiß, daß der Mohrenkönig, Daß Bukar mit ſeinen Heeren, Der Valencia hart umſchließt, Gierig meinen Tod erwartet; Bergt dem Sarazenen ihn.

Und die koſtbar'n Spezereien, Die Balſame, die der Sultan Mir aus Perſien geſandt, Sandt' er wohl für meinen Leichnam Wohl, ihr Freunde, laßt ihn waſchen, Balſamirt ihn mit der Myrrhe, Kleidet ihn von Haupt zu Fuß; San⸗Jago wird Euch begleiten, Und kein Klaggeſang erſchalle, Keine Thräne wein' um mich.

Vielmehr, wenn ich ausgeathmet, Laſſet die Trommeten tönen, Laßt die Pauken, laßt die Cymbeln, Laßt die Klarinetten rufen, Feldgeſchrei zur nahen Schlacht.

Und wenn ihr dann nach Caſtilien

Meinen Leichnam hinbegleitet, Wiſſ' es ja kein Mohren Seewolf, Alle laſſet hier zurück. Sattelt meinen Freund Babiega Kleidet mich in meine Waffen,

ürtet an mir die Tizona, Und ſo ſetzt mich auf mein Roß.