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Der Cid : nach spanischen Romanzen / besungen durch J. G. von Herder. Mit einer historischen Einleitung durch Johann von Müller
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Den Verlaſſenen zu Huͤlfe Eilt' er tiefer in die Wüſte, Und als er die Edlen ſah

Wüthend rauft er ſich die Haare, Wüthend flucht er den Verräthern, Feig' entflohen waren ſie;

Decket dann mit ſeinen Kleidern Die Verlaſſenen, Halbtodten, Löſet ihre harten Bande, Eilt Erquickungen zu ſuchen, Rettung, Oddach, Sicherheit. Bald auch fand er einen Landmann, Treu dem Cid und ganz ergeben, In deß Hütte trugen beide, Schweigend die Verlaſſenen, Wo des Landmanns Weib und Töchter Freundlich ihrer ſich annahmen Und ſie treu verpflegeten.

Don Ordonno ſprach: Sennora's, Unter dieſer guten Leute Sichrer Obhut weilet hier; Ich geh' jetzt mit einer Nachricht Ach, wo werd' ich Worte finden, Sie dem Vater, ſie der Mutter Zu verkündigen? dem Cid!

Wo die Thaten Rache fordern, Schweigen Worte. Cid erwiedert Nichts, und ſchlug ſich an die Bruſt. Wohl haſt du mir das geſaget, Gutes Herz! doch ſo abſcheulich, 4 Schändlich, häßlich, niederträchtig, 1 Nicht der Teufel handelt ſo.