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Der Cid : nach spanischen Romanzen / besungen durch J. G. von Herder. Mit einer historischen Einleitung durch Johann von Müller
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kannt. ²³) Vivar, wovon er genannt wird, eroberte mit anderen Orten Dlego, ſein Vater, in dem Na⸗ varriſchen Krieg.*6) Des Koͤnigs Vater hatte das aͤlteſte Caſtllien, von den Bergen Oca bis an das cantabriſche Meer, mit Navarra dem Stammreiche, ſeinem Erſtgebornen, Don Garcia, hinterlaſſen.

kerum beneidete ihn der Herr des beſſern, groͤßern Theils, Don Fernando, ſein Bruder, Koͤnig zu Ca⸗ ſtilten⸗Leon, verſuchte durch Hinterliſt ihn zur Ent⸗ fagung zu noͤthigen, und als Garcia(das iſt jener navarriſche Krieg) Rache verſuchte, erſchlug er ihn. Denſelben Tod nahm ſein Bruder Don Ramiro, Koͤnig von Arragonien, in einer Schlacht, worin vor allen der Eid geglaͤnzt ²*), noch bei Fernandv's Le⸗ ben, durch Sancho, deſſen Sohn, welchen er ſeinem Vaſallen, dem arabiſchen Emir von Zaragoza, wi⸗

25) Gemeiniglich wird das Jahr 1026 angenommen.

26) 1054. Ulvar et illa petra, wird in Cid's Chronik N. 1. genannt.

27) 1063. Eben daſelbſt und bei Zurita. Das iſt die Schlacht bei Grados zwiſchen den Flüſſen Iſabena und Eſera; Riſco. Die Arragonier behaupten von Ra⸗ miro, wie nachmals von Sancho, ſeinem Sohne, dieſe Fürſten ſeyen auf ihrem Bette ruhig geſtorben. Das Gegentheil wird von auch wichtigen Schriftſtellern er⸗ zählt: gewiß iſt die Schlacht, und in derſelben des Cid hervorleuchtender Muth. Das übrige müſſen wir nä⸗ herer Prüfung vorbehalten.