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Der Cid : nach spanischen Romanzen / besungen durch J. G. von Herder. Mit einer historischen Einleitung durch Johann von Müller
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grabiſchen Spanien als Oberherr gebot⸗), wankte ſeit mehreren Jahren durch der Fuͤrſten Schwaͤche und mancherlei Unruhen. Eben da er neu befeſtiget werden ſollte, fiel er wunderbar auf einmal. Da wollte die Gemeinde einen Herrn vom Hauſe Abder⸗ rachman Naſr des Omajadam, welcher vor den Un⸗ faͤllen mit beſonderer Weisheit bei einem halben Jahrhunderte die Regierung gefuͤhrt.) Der Ge⸗ waͤhlte ſtand, zu Empfang der Eide; da ploͤtzlich wie

ein Geiſt unter alles Volk fuhr, und jeder ſchrie:

der Allmaͤchtige hat ſein Antlitz abgewendet von dem Hauſe Omajah! Dieſer wird ungluͤcklich regie⸗ ren; hinweg mit ihm! Er, vergeblich bittend,

floh; die alles zuſammenhaltende Oberherrſchaft.

ging unter ²³); wo in einer Stadt alter Adel*),

er

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oder naͤherer Vaͤter Großthat, wo Reichthum und Kuͤhnheit einem Statthalter Anſehen gaben, erhob

er ſich zum Emir oder Schelch. Wie leicht wurde

dem erſten caſtilianiſchen Koͤnig die Eroberung vieler

21) Seit 755. 22) 912 961. Daß Heſcham el Mowazed, ſein Enkel, minderzjährig war, gab den Anlaß des Verfalls.

23) Dieſes nach Abulfeda, dem clafſtſchen Geſchicht⸗ ſchreiber der moſlemiſchen Staaten. Im Jahr 1031. 24) Abulkaſem Mohamed Sohn Iſmaels des Sohns Ab⸗ bad, Vater der Fürſten von Sevilla, war aus dem ur⸗ alten arabiſchen Königshauſe von Hira; Abulfeda.

Herders Werke z. ſchoͤn, Lit. u. Kunſt. V. 3 2