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Der Cid : nach spanischen Romanzen / besungen durch J. G. von Herder. Mit einer historischen Einleitung durch Johann von Müller
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aber beſchraͤnkt; letzteres wider den Deſpotis⸗ mus, jenes aber wider die Anarchie. Sobald ein Fuͤrſt nicht alles darf, liegt nicht ſo viel an ſeiner Einſicht und ſeinem Willen, daß die Wahl der Ge⸗ fahr eines Buͤrgerkriegs werth waͤre; iſt er uͤber die Geſetze, ſo beruhet alles auf dem Schickſal.

In dem vierhundert fuͤnf und ſechzigſten Jahr nach Erhoͤhung Loͤwegild's, Koͤnigs der Gothen, des erſten allgemeinen Herrſchers in Spanien, des er⸗ ſten, den Scepter und Krone geziert, ſtarb, ſeines Mannsſtamms der letzte, Koͤnig Bermudo der Dritte.*8) Das ganze Gothenreich, wie Don Pe⸗ layo mit zwei und zwanzig Nachfolgern deſſen Ueber⸗ bleibſel muthig behauptet und ruhmvoll vergroͤßert⸗ und Koͤnig Ordunno der Zweite daſſelbe zu Leon glaͤnzend geordnet ¹⁹), fiel an den Gemahl der Erb⸗ tochter, an Don Fernando, Sohn Sancho, jenes Großen, fuͤr den die caſtiliſche Freigrafſchaft koͤnig⸗ liche Hoheit erhielt. 20) Unter dieſem Koͤnig iſt der CEid geboren worden.

Vor vielen verfloſſenen war an großen Bewe⸗ gungen dieſelbe Zeit fruchtbar. Der Stuhl des Emir's⸗el⸗Mumenjm, des altverehrten Chalifen⸗ ſtamms von Omajah, der zu Cordova dem ganzen

arabl⸗ 168) 1037. 19) 914.

20) Bereits durch den Vertrag 1033.