7 und Schickſale des Cid, Campeador, vor allen Din⸗ gen aus einer, vor nicht vielen Jahren in einem Kloſter zu Leon gefundenen lateiniſchen Chronik, der erſten und aͤchten), und aus dem aͤlteſten caſtilla⸗ niſchen Gedicht, welches kaum hundert Jahre nach ihm ihn beſungen*), mit Wahrheit erzaͤhlen. Hier⸗
1) Gesta Roderici Campedocti; gefunden bei den S. Iſidors Auguſtinern zu Leon; abgedruckt von dem Auguſtiner⸗Bruder Manuel Riſco im Anhang, als Beleg ſeiner zu Madrid 1792 in Quart(XIX. 319 und 66 S.) herausgekommenen historia del Cid. Iſt es die von Pagi gebrauchte, von Biſchof Peter zu Leon ver⸗ kaßte Geſchichte? Der urſtoff dürfte Erzählungen des Biſchofs Hieronymus(Note 155.) zuzuſchreiben ſeyn; dieſer wußte alles von Cid und Eimena ſelbſt. Gew iß iſt dieſe Chronik älter, als 1238; ſie weiß nichts von Wiedereroberung der Stadt Valencia in dieſem Jahre..
2) El poëma del Cid.
Per Abbat le escribié en el mes de Maio En era de mill e C. C. XLV. annos; nach unſerer Zeitrechnung im Jahr 1207, dem 103ten ſeit des Helden Tod. Ob esoribis ſich auf die Ab⸗ faſſung oder nur eine Abſchrift bezieht, läßt ſich nicht entſcheiden. Die aus dem Latein ſich kaum loswin⸗ dende Sprache, die noch wankende Wörterbildung, der unmetriſche Vers, wir möchten ſagen des Alterthums ehrwürdiger Roſt(ous), gewiſſe kleine umſtändlich⸗ keiten, eine gewiſſe Enthaltſamkeit im Erdichten, macht dieſes Werk ſo anziehend als wichtig. Es wurde lang zu Vivar, im Hauſe Cid's, aufbewahrt; benutzt von dem unbekannten Zuſammenſtoppler der Chronica del famoso cavallero Gid Ruy Diaz Campoa-


