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auf werden die von Herder, mit eigenthuͤmlicher Innigkeit und Vergegenwaͤrtigung, uͤberſetzten Ro⸗ manzen), theils das Wahre anſchaulicher darſtel⸗ len, theils wunderbare Lagen ſchildern, worein kuͤhne Dichtung den Ritter verſetzt, ohne die Grundzuͤge ſeiner Groͤße unkenntlich zu machen.
Das Land Hiſpanien, durchſchnitten von gfelen Reihen hoher Berge, zwiſchen welchen und an den Kuͤſten die gluͤckſeligſten Thaͤler und fruchtreichſten Fluren bluͤhen, war im Anfang der Sitz vieler un⸗ abhaͤngigen Voͤlkerſchaften, welchen dieſe Natur ei⸗ nen gewiſſen hohen Sinn und einen Reichthum der mannichfaltigſten Vorſtellungen gab. In vielfaͤltiger Einſamkeit, umgeben von großen Gegenſtaͤnden, be⸗ kamen ihre Gefuͤhle Tiefſinn und Ernſt. Als nach
dor, welche in dem Kloſter St. Peters zu Cardena auf⸗ behalten, auf Befehl Ferdinands, Bruders Karl V., eendlich 1552 herausgegeben wurde. Denſelben Dienſt leiſtete dem Poema, im Jahr 1779, der ſpaniſche Bi⸗ bliothekar Sanchez in einer Sammlung der älteſten ca⸗ ſtilianiſchen Gedichte, für uns aber D. Gotthilf Heinrich Schubert in ſeiner, alle Unterſtützung verdienenden Bibliotheca Castellana, Portu- gues y Proenzal, deren erſter Theil im Jahr 1804 zu Altenburg erſchienen iſt(C. und 224 S. in 8.). Im übrigen iſt von dem Poema der Anfang bis auf des
Cid Entfernung aus Caſtilien verloren; auch fehlen
hin und wieder einzelne Verſe. 3) Sie ſind von unbekanntem, doch nicht geringem Alter.


