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Als Nika naͤmlich, ſo hieß die Lieblingsſaͤnge⸗ rinn des Sultans, an einem ſchoͤnen Abende vor ihm ſaß, und die Laute ruͤhrte, begleitete ſie den Ton des Saitenſpiels mit ſo anmuthigen Toͤnen, daß der Koͤnig des Geiſterreichs der Abendroͤthe ſelbſt, von ihrem lieblichen Geſange herbeigezaubert, un⸗ geſehen ihrem Anblick, in den Strahlen ſeines Lich⸗ tes verborgen, vor ihnen weilte. Und weil eben die Hochzeitnacht ſeines Sohnes einbrach, den er mit der aͤlteſten Tochter ſeines Bruders, des Gei⸗ ſterkoͤnigs der Morgenroͤthe, vermaͤhlen wollte, ſchluͤpfte er ſie auf ſeinem letzten Strahl hinweg, in der Idee, ſie dem ſchlummernden Sultan Morgens in der fruͤheſten Fruͤhe wieder zu geben, wenn ſie indeß ſeine Hochzeitgeſellſchaft mit dem Zauber ihrer Stimme und ihrer Satten ergoͤtzt haͤtte. Der An⸗ ſchlag mißlang; vor der Abſendung durch einen der Genien der Morgenroͤthe hatte ſich ein ſchwarzer Schattengeiſt ihrer bemaͤchtigt und ſie fuͤnf Klaf⸗ ter tief in der Erde in ſeine Hoͤhle verborgen. Die Geiſter weder des Morgen⸗ noch Abendroths wuß⸗ ten ihren Aufenthalt: denn dahin drang keiner ihrer Strahlen. Der alldurchdringende Genius der Luͤfte allein wußte ihn; und gluͤcklicher Weiſe war er's, dem der Wagen gehoͤrt hatte, deß der Ring war, der die Verborgene wieder ſchaffen konnte.
Als der Sultan ſie vermißte, und niemand ſa⸗
gen konnte, wohin ſie ſey? entſtand eine allgemeine
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