279
Sage es deinem Vater im vollen Divan.“— Als
82
8
Narzane(ſo hieß die Prinzeſſinn) freudenvoll da⸗ hin eilte, druͤckte Jſrael den Ring, ein Genius trat hervor, der Befehl ward gegeben und— die Aepfel lagen da; eine Menge Aepfel, weiß und gelb und roth, von mancherlei Art, in jeder Stufe des Wachsthums. Das Gemach duſtete von Geruͤchen des Paradieſes.„Weißt du, woher ich ſie holte?“ ſprach der Genius, indem er ſie ausſchuͤttete.„Weit her! Aus den Gaͤrten der Peri's, wo Fruͤchte das ganze Jahr durch bluͤhen, wachſen und reifen.“ Er verſchwand; eben als er verſchwunden war, trat die Prinzeſſinn herein und ſah die Fruͤchte. Und als ſie ihr Vater ſah, wie ſtaunte er!„So lange habe ich regiert,“ ſprach er,„ließ jedes Jahr die beſten Fruͤchte Syriens kommen, und nie ſah ich eine die⸗ ſer Fruͤchte.“ Er dankte dem Schwiegerſohn, fuͤl⸗ lete den Buſen und Kleid mit ihnen, und eilte zu⸗ ruͤck in den Divan.„Nie,“ ſprach er,„ſage mir jemand etwas gegen Iſrael, hier iſt der Beweis ſeiner Wahrheit; wer von Euch ſchafft mir, und zwar in Einem Nu, ſolche Fruͤchte?“
Jetzt lebte das Ehepaar ruhig fort, ohne daß Haſſan den mindeſten Gebrauch ſeines Hutes und Ringes weder zum Boͤſen noch zum Guten machte. Er ließ ſich's wohl ſeyn, und weil er doch auch gebil⸗ det ſeyn mußte, ward er— ein Goͤnner der ſchoͤ⸗ nen Kuͤnſte; weiter focht ihn nichts an, bis aber⸗ mals ein Nothfall ihn zwang, an ſeinen Ring zu denken, ein trauriger Fall, der dem Sultan be⸗ gegnete, daß ihm ſeine gellebteſte Sklavinn vom Gei⸗


