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ihr mehr menſchliche Laſter, mehr menſchliche Tu⸗ genden und Lehren in einer aͤhnlichen Geſtalt zei⸗ gen? Ich habe mich alſo gewundert, warum man dieſe trefflichen Proben der morgenlaͤndiſchen menſch⸗ lichen Fabel, die hie und da zerſtreuet und zum Theil mit manchem Unrath bedeckt liegen, nichte laͤngſt fuͤr die Jugend geſammelt und ſie ihr nach ihrer Weiſe erzaͤhlt habe? Die beſten engliſchen Wochenſchriſten, der Zuſchauer, der Abenteuret u. f. haben einige derſelben zu ihrem Zweck zu nutzen gewußt, und die oben angefuͤhrte Erzaͤhlung Gellerts iſt aus dem Zuſchauer genommen, det ſie in wenigen Reihen ſehr einſach vortraͤgt. Ei⸗ nigen davon hat man ein ſchoͤnes poetiſches Ge⸗ wand gegeben, unter denen ich nur Abdallah und Balſora nennen darf, die in Wielande fruͤheren poetiſchen Schriſten einen reizenden Plah einnehmen. Das alles aber gilt nur die eine und die andere Geſchichte; die meiſten waren unuͤber⸗ ſetzt oder ſchlecht erzaͤhlt, oder ſtanden in Samm⸗ lungen, wo man ſie, wie der Hahn die Perle, auf⸗ ſuchte——
Hier ſind ſie nun geſammelt und durchgaͤngig neu erzaͤhlet. Zur Sammlung habe ich Anleitung gegeben; die Erzaͤhlung der Geſchichten iſt der Le⸗ ſer einem andern Verfaſſer ſchuldig. Er hat ſie fuͤr die Jugend eingerichtet, ſie alſo auch vorzuͤg⸗ lich klar und verſtaͤndlich erzaͤhlt, inſonderheit aber ſie von jenem falſchen Schwulſt entladen, den die Europaͤer lange Zeit fuͤr morgenlaͤndiſche Erhaben⸗ heit hielten. An ihrer weſentlichen Geſtalt iſt nir⸗


