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gend etwas geaͤndert; daher jede Erzaͤhlung auch die Farbe ihres Vaterlandes beibehalten mußte. Sobald aber bei einigen derſelben unſere Nachbarn die Lieblingsfarbe ihrer Sehart dazu gemiſcht und Scherz oder Betrachtungen hingepflanzt hatten, wo der Morgenlaͤnder nicht ſcherzt, und ſchwerlich alſo betrachtet: ſo wird kein Leſer es uͤbel deu⸗ ten, wenn er in Erzaͤhlungen fuͤr die Jugend dieſe falſche Schminke nicht findet. Die Seele eines Kindes iſt heilig, und was vor ſie gebracht wird, muß wenigſtens den Werth der Reinigkeit haben. Fuͤr welche Jugend uͤbrigens dieſe Erzaͤhlungen
ſeyen, muß ihr Inhalt ſelbſt ſagen; nach Jahren
laͤßt ſich ſo etwas nicht beſtimmen und anordnen. Jeder Lehrer wird wiſſen, was fuͤr ſeinen Lehr⸗ ling gehoͤrt; jede Mutter wird wiſſen, was ſie ih⸗ rem Kinde daraus vorerzaͤhlen oder es ſelbſt leſen laſſen ſoll. Fuͤr Verſchiedene iſt hier Verſchiede⸗ nes; ich hoffe aber nichts Schlechtes. Und ſo dankt denn, ihr Kinder, die ihr dieſe Erzaͤhlungen leſet oder hoͤrt und euch daran freuet; danket dem, der euch dieſe Palm blaͤtter ſammelte, ihre Geſchich⸗ ten euch vorerzaͤhlte, und am ſchoͤnſten belohnt iſt, wenn ihr jedem Edeln und Guten, das ſie euch vorſtellen, mit unablaͤſſigem ſtillen Eifer nachzu⸗ folgen ſtrebet.
Weimar, den 25. Febr. 1786.


