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unter einander, o daß mir dieſe ſchöne Geſtalt zur Gattinn wuͤrde!“ 4
Der Vater der Menſchen hörte ſeinen Wunſch und ſprach zu ihm:„du haſt dein Auge auf eine Geſtalt geworfen, die nicht für dich erſchaffen iſt; indeſſen, dei⸗ nem Irrthum zur Belehrung, ſey dir dein Verlangen gewähret.“ Er ſprach das Wort der Verwandlung, und Lilis ſtand da in menſchlichen Gliedern.
Freudig wallete Adam ihr entgegen; ſchnell aber ſah er ſeinen Irrthum ein, denn die ſchöne Lilis war ſtolz, und entzog ſich ſeiner Umarmung.„Bin ich,“ ſprach ſte,„deines Urſprunges? Aus Luft des Himmels ward ich gebildet und nicht aus niedriger Erde. Jahrtauſen⸗ de ſind mein Leben: Stärke der Geiſter iſt meine Kraft, und Wohlgeruch meine himmliſche Speiſe. Ich mag dein niedriges Geſchlecht der Staubgebornen mit dir nicht vermehren.“ Sie entflog, und wollte nicht wieder zu ihrem Manne kehren.
Gott ſprach:„es iſt nicht gut, daß der Menſch allein ſey; ich will ihm eine Gattinn geben, die ſich zu ihm füge.“ Da fiel ein tiefer Schlaf auf Adam, und ein weiſſagender Traum wies ihm das neue Gebilde. Aus ſeiner Seite ſtieg's empor, mit ihm von einerlei Weſen. Freudig erwachte er, und ſah ſein zweites Selbſt; und als Gott die Liebliche zu ihm führte, ſiehe da be⸗ wegte ſich die Stätte ſeines Herzens, denn ſie war ſei⸗ nem HKerzen nahe geweſen.„Mein biſt du,“ rief er aus, „du ſollt Männinn heißen: denn du biſt vom Manne genommen.“
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Darum, wenn Gott einen Jüngling liebet: ſo gibt er ihm die Hälfte, die ſein iſt, das Gebilde ſeines Her⸗ zens, zum Weibe. Empfindend, daß ſie für einander geſchaffen worden, werden ſie beide zu Einem Bilde in täglich neuer Zufriedenheit und Jugend⸗Schönheit. Wer


