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Verführung zu ihm ſprach, da koſtete er von der bäſen⸗ Frucht, deren Saft noch jetzt in unſerm Herzen gähret.
Alle ſchätzen wir gering, was uns vergönnet iſt, und ſehnen uns nach dem Verbotenen: wir wollen nicht gläcklich ſeyn durch das, was wir ſchon ſind; wir ha⸗ ſchen nach Etwas, das über uns iſt, hoch über unſerm Kreiſe.
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„Du haſt den Menſchen ein hartes Verbot gethan, ſprachen die höhern Geiſter, als Gutt wiederkehrte: denn was iſt reizender einem Geſclöpf. dem du Vernunft gegegen, als daß es Erkenntniß lerne? Und deßhalb willſt du ihn, der dein Gebot bald übertreten wird. mit dem Tode ſtrafen?“ 8
„Wartet, wie ich ihn ſtrafen werde!“ ſprach der Gut tige:„ſelbſt auf dem Wege ſeines Irrthums, der mit⸗ Schmerzen der Reue ihn durch ſtechende Dornen führen wird, ſelbſt dort geleit⸗ ich ihn zu einem andern Baum, zum Baume eines höheren Paradieſes.“
Lilis und Ewa.
Einſam ging Adam im Paradieſe umher: er pflegte der Bäume, nannte die Thiere, freuete ſich überall der fruchtbaren ſegenreichen Schöpfung, fand aber unter allem Lebendigen nichts, das die Wünſche ſeines Her⸗ zens mit ihm theitte. Endlich blieb ſein Auge an ei⸗ nem der ſchönen Luftweſen hangen, die, wie die Sage ſagt, längſt vor dem Menſchen die Bewohner der Erde geweſen waren, und die ſein damals helterer Blick zu ſchauen vermochte. Lilis hieß die ſchöne Geſtalt, die, wie ihre Sa weſtern auf Bäumen und Blumen wohnte, und nur von den ſchönſten Gerüchen lebte.„Alle Ge⸗ ſchöpfe,“ ſprach er bei ſich ſelbſt,„leben in Gemeinſchaft


