18 Die Geſtalt des Menſchen.
Der Schaffende ſtieg hernieder und alle Engel, die Fürſten der Elemente, ſahen auf ſein Werk.
Er rief dem Staube. Zuſammen flog der Staub aus allen Theilen der Erde; der Engel der Erde ſprach: „ein ſterbliches Geſchöpf wird dieß Gebilde ſeyn, wo irgend auf Erden es lebt. Denn Erde iſt es, und muß zur Erde werden.“ 3
Er rief der himmliſchen Wolke; ſie feuchtete den Staub. Da wälzete ſich der Thon, und wölbete ſich mit innern Gefäßen und Kammern. Und der Engel des Waſſers ſprach:„Du wirſt der Nahrung bedürfen, künſt⸗ liches Geſchöpf; Hunger und Durſt werden die Triebe deines Lebens werden.“
Von innen formeten ſich Adern und Gänge; von auſſen mancherlei Glieder, und der Engel der Lebendigen ſprach:„mancherlei Verlangen wirſt du unterworfen ſeyn, kunſtreich⸗ſchönes Gebilde, die Liebe deines Ge⸗ ſchlechtes wird dich ziehen und treiben.“
Da trat Jehovah zu ihm mit ſeinen Töchtern, der Liebe und der Weisheit. Vaäterlich richtete er ihn auf, und gab im Kuß ihm ſeinen unſterblichen Athem. Erhaben ſtand der Menſch, und blickte freundlich umher: „Siehe,“ ſprach der Schöpfer,„alle Gewächſe der Flur, alle Thiere des Feldes habe ich dir gegeben: dein Vater⸗ lrand, die ganze Erde iſt dein, daß du ſie verwalteſt. Aber du ſelbſt biſt mein, dein Athem iſt mein; ich neh⸗ me ihn dir, wenn deine Zeit kommt, wieder.—
Die Töchter Gottes, Weisheit und Liebe, dlie⸗ ben bei ihm, dem neuen Gott der Erde. Sie unter⸗ richteten ihn, lehrten ihn kennen Kräuter und Thiere;
ſie ſprachen mit ihm als ſeine Geſpielinnen, und ihre Luſt war bei dem Menſchenkinde. 3
So lebet der Menſch hienieden ſeine Zelit. Dann
ſinket er zuſammen und, gibt zurück den Leib den Els⸗
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