Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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ßes Schiff mit eingerefften Segeln, und ein Boot, das nach der Kuͤſte ruderte. Verſunken in entzuͤckens⸗ volle, ſinnenfeſſelnde Verwunderung, ſtand ich hinter einem Baume und beobachtete. Als das Boot ans ufer ſtieß, ſprangen die Matroſen froͤhlich heraus an das Land, und unter ihnen zuerſt ein ſonnenver⸗ brannter, kraͤftig ſchoͤner Knabe, gerade ſo, wie Ho⸗ ward damals, als er mich aus dem verſinkenden Schiffe rettete. Mit lebhafter Forſchbegier eilte er vorwaͤrts. Zuͤge, Stimme, Haltung, ganz wie damals.

Halt, halt, Mr. Howard, Sie koͤnnten ſonſt es leicht mit einem wilden Thiere zu thun bekom⸗

men! rief ihm ein rauher Seemann zu, und als er

meine ſonderbare Geſtalt auf ſich zutreten, und mich die nackten Arme mit dem Rufe,Gott ſegne Euch, meine Befreier! ausbreiten ſah, blieb er ſtehen, als glaube er, die Warnung ſey nicht ohne Grund; doch faßte er ſich ſchnell, ging auf mich zu, und begriff ſogleich, daß er hier einen ungluͤcklichen Schiffbruͤ⸗ chigen vor ſich habe. Aber er wußte nicht, wem er ſeine jugendliche, freundliche Hand entgegenſtrecke, und daß es ſein Oheim ſey, uͤber den er eine theil⸗ nehmende Thraͤne vergieße. Er wußte nicht, daß der Mann mit den tiefen Runzeln, der jetzt in dieſer Gruppe ſich verwundernder Matroſen niederkniecte und Gott dankte, und mit dem Aeußern, als ſey er irgend ein behaarter und ungezaͤhmter Wilder aus den Waͤldern, wie ein kleines Kind aufſchrie, ſein Oheim ſey, ein Bruder des Weibes, das ihn geboren.