lionen, denen aller geiſtliche Troſt verſagt iſt, die kein Diener des Herrn beſucht. O! geſegnetes Buch, das dem Wandrer auf fernem Ozean und in entlegenen Gegenden,— das dem Bette der Schmerzen und dem Kerker der Gefangenen,— das dem Lager des armen Betruͤbten, wenn er dem An⸗ ſcheine nach von aller Welt verlaſſen iſt, Troſt bringt! Auch ich ſtand allein in der Welt,— mein verdien⸗ ter Lohn!— und es gelangte doch zu mir: und als ich betete und las, da ſtand der Engel des Herrn neben mir, und verbreitete ein ſtrahlendes Licht auf das heilige Blatt. Ein Vers nach dem andern er⸗ quickte mein Herz, und jenes große Geheimniß, die Menſchwerdung Chriſti, ward mir offenbart, als ob es Stimmen vom Himmel mit Trompetenzungen ausgeſprochen haͤtten.
Doch dies ſind zu heilige Gegenſtaͤnde, um ſich dem Schwunge der Phantaſie dabei zu uͤberlaſſen. Ich will nur ganz einfach verſichern, daß ich von dem Augenblicke an, wo ich dieſen Schatz beſaß, mich gluͤcklich fuͤhlte. Wahre Reue war mir geworden. Hatte ich noch irgend einen Schmerz, ſo war es nur dieſer, daß ich meine Liebe nicht praktiſch im Leben beweiſen konnte, und doch dachte ich, wenn ich auf die Welt zuruͤckblickte, und wie ſie mich verſtoͤrt und verwundet hatte, daß der Schatten der Fluͤgel des Allmaͤchtigen uͤber mir wehe, zu meinem Beſten, und dann war ich nicht nur beruhigt wegen meiner Ein⸗ ſamkeit, ich war ſogar eben ſo zufrieden mit ihr, als
—,


