Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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Wie oft verlaſſen ſie die Silberlauben

Zum Schutz für uns, bedürftig deß ſo ſehr! Wie oft herbei zum Schirm für unſern Glauben Durchfliegen ſie der lichten Woiſen Meer, Und ſtehn uns bei im Kampfe noch ſo ſchwer. So wachen ſie für uns auf unſrer Bahn Und um uns ſteht ihr helles Sieges⸗Heer, Und alles nur aus Liebe wirds gethan! O! warum nimmt ſich Gott ſo ſehr der Menſchen an?

Da gab es keinen Tag, keine Stunde, wo mein Herz nicht den waͤrmſten Dank, fuͤr dieſes unſchaͤtz⸗ bare Geſchenk, zum Throne der Gnade emporſandte. Ich kniete nieder, und pries Gott, daß man mich leſen gelehrt hatte, kniete und dankte Gott, daß er dieſes heilige Buch aus dem eiferſuͤchtigen Verſchluß der Moͤnche und Prieſter genommen, und es zum Beſten der Menſchen in ihren lebenden Sprachen habe drucken laſſen. O Ihr, die ihnen dies koͤſtliche Buch des Lebens verſchließet, die Ihr den Armen ſolchen Unterricht in ihrer Kindheit verſagt, wie er

ſie faͤhig macht, es zu leſen, wie ſchrecklich, wie ver⸗

dammenswerth in den Augen des Himmels iſt euer Verbrechen! Bedenkt doch nur, daß Ihr ihnen das vorenthaltet, was ihnen Chriſtus gab. Den Armen predigte er ja das Evangelium. Und wer ſind die Armen? Alle die in der Betruͤbniß ihres Geiſtes nach dem Brote des Lebens hungern, und von ihrer ſchweren Pilgerſchaft erſchoͤpft, nach dem Waſſer des Heiles duͤrſten. O! denkt an die einſamen und ſchmerzlichen Stunden von Tauſenden, ja von Mil⸗