Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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ungluͤck gereinigt. Allen, in meiner Heimath mußte ich ja nun ein Gegenſtand ungewoͤhnlicher, inniger Theilnahme ſeyn, und welches tiefere Intereſſe mußte nun die ſanfte Marie fuͤr das wilde und eigenmaͤch⸗ tige Weſen fuͤhlen, das ſie geliebt hatte!

Solche Dinge traͤumte ich taͤglich, und auch im Schlafe verließen ſie mich nicht. Liebliche Bilder gaukelten mir da ſtets vor, und in jeder Gruppe ſtand Marxiens himmliſche Geſtalt.

Im Hauſe ſelbſt wendete ich einen großen Theil meiner Zeit auf das Studium des Arabiſchen an, um die laſtenden Stunden des langen, muͤßigen Tages zu toͤdten. Ich hoͤrte auch den Hebraͤern zu, lernte mehreres von ihren Redensarten, ſo wie von ihren Anſichten, und ſchaute mit Achtung auf die alten Gebraͤuche aus den Tagen Jakobs und ſeiner Kin⸗ dev.

Es laͤßt ſich wol denken, daß ein Mann, der bei dem Verkehr mit den Chriſten ſo viel gelitten, der in ihren Gefaͤngniſſen geſtoͤhnt und unter ihren Marterwerkzeugen gejammert hatte, und der dieſen nur durch eines jener ſchrecklichen Gerichte entkom⸗ men war, die, ob auch allgemein in ihren Wirkungen, doch in ihrem Eintreten vernuͤnftigerweiſe nur fuͤr ganz ſpeziell angeſehen werden koͤnnen, die Chriſten mit der hoͤchſten Erbitterung haſſen mußte.

Merkwuͤrdig war es daher, zu beobachten, wie dieſer wackre Mann bei der guͤtigen Behandlung ge⸗ gen mich mit ſeinem Judenthume kaͤmpfte und es