Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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das im kuͤhlen Schatten unter einem orientaliſchen Platanus im Garten lag, und Oel und Gewaͤnder, und weißes Linnen fuͤr mich, der zwei Jahre lang unter der Sklavenpeitſche geblutet hatte!

Ja, noch einmal ſchien die Sonne wieder auf den dunklen Pfad meines Lebens.

Um Aufſehn zu vermeiden, bekam ich die Klei⸗ dung eines gewoͤhnlichen Sklaven; da aber Benjamin vorgab, daß er ſich meiner bei dem Abſchreiben ſei⸗ ner Europaͤiſchen Correſpondenz bediene, ſo bemerkte man von der Gunſt, die er mir erzeigte, außerhalb wenig, und fuͤr ſo ſonderbar man auch dieſes wenige bei dieſem als Chriſtenhaſſer anerkannten Manne hielt, ward es doch bald nicht mehr beachtet. So lebte ich denn als ein Fremder in dem Hauſe und den Gemaͤchern einer Familie des Gott geliebten al⸗ ten Volkes, bei einem Greiſe, der mein Herr war, einem Knaben, der auf meinen Knieen herumkletterte, und einem Weibe, deſſen ganzes Weſen Theilnahme und Milde zeigte, deſſen Naͤhe anzog und Schutz zu gewaͤhren ſchien.

Auch konnte ich in einen Garten gehen, wo Blu⸗ men dufteten und kleine bunte Voͤgel ihre Neſter bauten, und auf gruͤnen Zweigen flatterten und zwit⸗ ſcherten.

Sehr oft wanderte ich dort im Nachdenken um⸗ her, und dann ſchwoll mein Herz wieder empor, und mein Geiſt hob ſich, und meine Phantaſte mahlte mir heitre Bilder. Es ſchien mir, als ſey ich durch mein